Seit etwa einem Jahr wird an einem Gegenvorschlag für die Minderinitiative gearbeitet. Immer mehr zeigt sich, dass der Gegenvorschlag ein fauler und für die Standortattraktivität der Schweiz abträglicher Kompromiss wäre. Ein solcher würde von der Wirtschaft kritisiert. Die SVP, welche zurzeit einen Gegenvorschlag fordert, würde diesen im Abstimmungskampf kaum unterstützen. Deswegen hat heute die FDP.Die Liberalen die Trennung der beiden Vorlagen verlangt: Die Minder-Initiative muss schnell vors Volk, während an der Revision des Aktienrechts sorgfältig und ohne künstlichen Druck einer Initiative gearbeitet werden muss. Diese Trennung zeigt die Wahrheit: Alle FDP Kommissionsmitglieder und eine Grossteil der CVP sind in der Minderheit, die die Initiative bekämpft. Dabei wurde die SVP demaskiert, sie wehrt sich nicht gegen diesen populistischen Vorschlag. Für die FDP ist klar: Man kann nicht nur den Wirtschaftsstandort Schweiz unterstützen wenn die Sonne scheint.
Der Vorstand der FDP.Die Liberalen unterstützt die von der Rechtskommission entschiedene Trennung von Initiative und Aktienrechtrevision. Die FDP ist überzeugt, dass eine Abstimmung über die Initiative vor Ende 2010 zwar schwierig ist, aber gewonnen werden kann. Dafür müssen aber alle, die den Standort Schweiz ernstnehmen und unsere Arbeitsplätze unterstützen zusammen kämpfen.
Unter diesen Voraussetzungen ist die FDP zuversichtlich, dass zusammen mit den Parteien, die sich für Arbeitsplätze in der Schweiz einsetzen, die populistische Minder-Initiative erfolgreich bekämpft werden kann. Auf dem Prüfstand stehen nun alle Parteien: stehen sie für Arbeitsplätze und eine international erfolgreiche Schweiz ein oder stattdessen für Populismus?
Bern, 20.11.2009
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